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„Sprit muss bezahlbar sein“ | Frankfurter Rundschau 10.05.2013

AUTOFAHRER- UND VOLKSINTERESSENPARTEI
„Sprit muss bezahlbar sein“
Von CLAUS-JÜRGEN GÖPFERT                                                                                                    10. MAI 2013
 

Die Autofahrer- und Volksinteressenpartei zieht von Frankfurt aus in den Landtagswahlkampf. Ihr
Programm enthält ganz klare Forderungen. Zum Beispiel: „Sprit muss bezahlbar sein.“ Mehrere
Hundert Getreue konnte die Partei schon sammeln. 

Die Autofahrer- und Volksinteressenpartei fordert, dass Sprit bezahlbar sein muss. Foto: dpa

Andreas Uhing hat schlicht die Nase voll. Der „Bornheimer Bub“ kann sich so richtig schön aufregen über Sigmar
Gabriel und die Forderung des SPD-Chefs nach einem Tempolimit von 120 auf Autobahnen. „Das ist doch
lächerlich“, schnaubt Uhing: „Irgendwann dürfen wir nur noch mit dem Fahrrad über die Autobahn fahren!“
Das will der gebürtige Frankfurter unbedingt verhindern. Deshalb hat er schon am 21. April 2011 in Frankfurt die
Autofahrer- und Volksinteressenpartei (Avip) gegründet. Jetzt tritt diese bei der Landtagswahl am 22. September
an – ihr Motto: „Das Volk und die Autofahrer dürfen nicht länger die Melkkühe der Nation sein!“
Mehrere Hundert Getreue konnte die Partei schon sammeln. „Wir bekommen ganz schön Zulauf“, sagt Uhing
stolz. Und je länger Sigmar Gabriel noch das Tempolimit fordert, desto mehr Bürger werden sich zur Avip
bekennen, glaubt ihr Vorsitzender, einer „Partei aus dem bürgerlichen Lager“. Gerade das Kapitel „Autofahrer“ aus
ihrem Bundesprogramm enthält ganz klare Forderungen. Zum Beispiel: „Sprit muss bezahlbar sein.“ Oder:
„Autofahren muss preisgünstig sein.“ Und: „Keine unnötigen Kontrollen auf deutschen Straßen und Autobahnen.“
50 Milliarden Euro jährlich werden den Autofahrern aus der Tasche gezogen, rechnet ihr Bundesvorsitzender vor.
Nur 30 Milliarden reinvestiere der Staat...
Von Frankfurt aus will die Partei per Bus in den Landtagswahlkampf fahren. Auch von anderen Zielen verspricht
sich die Avip viel Resonanz. Uhing betont: „Wir sind keine Ein-Themen-Partei“.
Volksabstimmungen bei wichtigen Themen
Er und seine Gefolgsleute kämpfen für eine „Reduzierung der Vormundschaft der EU“, für „mehr Sicherheit und
Schutz für die Bürger im öffentlichen Leben“. Alle schwerwiegenden, wichtigen Themen in Deutschland sollen per
Volksabstimmung entschieden werden.
Von den derzeit aktiven Politikern in Bund und Land ist die Avip einfach ziemlich enttäuscht. „Es wird nur noch
verwaltet und nichts für die Zukunft getan“, klagt der Bundesvorsitzende. Gerade die Europapolitik bringt die Partei
ziemlich auf die Palme. „Keine weiteren Fallschirme in Milliardenhöhe“ fordert sie deshalb und „Härteres
Herannehmen von Zockerbanken“.

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